… und dann lebte ich 5 Jahre lang auf der Straße.

Die Klassen der Zweijährigen Berufsfachschule hatten einen außergewöhnlichen Referenten zu Gast: Herr Schuler von dem Verein Trott-war e.V. reiste extra aus Stuttgart an, um den Schüler*innen unter anderem von seinen eindrücklichen Erfahrungen als obdachloser Alkoholiker zu berichten. Gebannt hörten sie zu, während Tommy – „5 Euro ins Kässle für diejenigen, die ‚Sie‘ sagen“ – berichtete, wie er von einem Tag auf den anderen aus dem Erwerbsleben als Koch in die Arbeits- und Obdachlosigkeit rutschte. Auf der Straße half ihm ein Mittel, das viele Wohnungslose wählen, um ihre Situation aushalten zu können: Alkohol. Als anderthalb Flaschen Wodka am Morgen nicht mehr ausreichten, um in den Tag starten zu können, wurde ihm jedoch klar, dass sein Leben auf dem Spiel steht. Herr Schuler schaffte, was nicht jedem gelingt: Er hörte auf zu trinken, heiratete die Liebe seines Lebens und eroberte durch seine Tätigkeiten als Straßenzeitungsverkäufer und Stadtführer einen Platz als vollwertiges Mitglied in der Gesellschaft zurück, was ihn zurecht stolz und glücklich macht.

Durch seine authentische und direkte Art gelang es Herrn Schuler besser, als es jedes Lehrbuch könnte, zu zeigen, welche Gefahren hinter harmlos scheinenden Drogen lauern können: Substanzen, die in Tabak versteckt sind oder bunt wie Smarties daherkommen, lassen den Rausch schnell zum Albtraum werden, wenn sie den Körper von innen zerfressen und innerhalb weniger Monate zum Tod führen: „Googelt mal ‚Krokodil‘ und ‚Fotos‘, dann wisst ihr, was ich meine.“ Auch von obdachlosen Kindern und Jugendlichen wusste Herr Schuler zu berichten, was viele Schüler*innen sichtlich betroffen machte. Trotz vieler drastischer Schilderungen gelang es „Tommy“ jedoch, viel Zuversicht und Lebensfreude zu vermitteln: „Wichtig ist, dass man dem Ganzen durch Humor den Schrecken nimmt, und ich kann immer noch über mich selbst lachen.“ Zusätzlich wies das Präventionsteam die Schüler*innen darauf hin, dass es viele Anlaufstellen für Betroffene und besorgte Angehörige oder Freunde gibt. Eine Liste mit entsprechenden Kontaktdaten an der Schule und in Friedrichshafen / Umgebung findet sich in jedem Klassenzimmer.

Wir danken Herrn Schuler ganz herzlich für seine Offenheit und die vielen interessanten Impulse, die er uns mitgegeben hat! Unser Dank gilt auch der Kommunalen Kriminalprävention Bodenseekreis e.V., die diese Veranstaltung finanziell ermöglichte.

Vielen Dank an den Lions Club FRiedrichshafen

Herr Prof. Büg vom Lions Club Friedrichshafen übereichte unserer Schulleiterin Frau Seitzinger ein Bild der Künstlerin Dr. Nurhan Sidal.

Das Bild trägt den Namen „Geheimnisvolle Begegnungen in mir“.

Der Lions Club bedankte sich mit diesem Geschenk bei der Droste-Hülshoff Schule für das langjährige Engagement bei der Durchführung von Typisierungsaktionen für die Stammzellenspenderdatei.

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Der Sporttag 2019

Vernichtende Niederlage – Lehrer zeigen endlich wieder wo die Kissen hängen und die Mittelstufe bricht alle Rekorde.

Der diesjährige Sporttag hatte wieder einiges zu bieten für die SchülerInnen und die LehrerInnen der DHS.  Nach alter Tradition wurde die erste Schulwoche an der DHS mit einem Sporttag abgerundet.

Besonders die SchülerInnen der Oberstufe und ihre LehrerInnen, die bereits alte Hasen im Showgeschäft des Droste-Sporttages sind, brachten mit ihren Verkleidungen Stimmung in die Halle und auf den Sportplatz. Den Wettkampf in Anzug bzw. Abendkleid zu bestreiten war hier nur eines der vielen optischen Highlights.
Darüber hinaus boten Verkleidungs-Motti wie zum Beispiel zum Thema   „Schönheitschirurgie“ oder  das Spiel mit Genderidentitäten, durchaus sozialkritische Impulse im Abgang – wenn das erste Amüsement beispielsweise über Lehrer in unbequemer Frauenunterwäsche und Dreitagebart einmal genossen war.

Bei so viel Augenschmaus blieb dann auch der sportliche Eifer und die Bereitschaft Höchstleistungen zu geben nicht aus.
Mit großer Ehrfurcht konnte man beim Staffellauf die Schüler und Schülerinnen in Höchstgeschwindigkeiten durch die Halle rasen sehen. Ein beeindruckender Anblick. Verdient holten sich hier die Klasse SGG 13 im Mädchenstaffellauf und die Klasse BTG 13 (Schulrekord) im Staffellauf der Jungs den Sieg.

Aufwärmen II

In den jeweiligen Einzeldisziplinen draußen ging es dann vor allem um Teamarbeit und Geschicklichkeit…
Einen Nagel im Klassenverbund schnellstmöglich versenken? Kein Problem!
Die Reise nach Jerusalem neu interpretieren und einmal rotierend Stöcke senkrecht aufrechterhalten?  Aber bitte!
Wasser in  kleinen Förmchen über eine Laufdistanz in einem löchrigen Rohr sammeln?  Gern geschehen!
Diese Holpersteine bereiteten allen Teilnehmern augenscheinlich viel Spaß.

Fairer Tag an der Droste-Hülshoff-Schule

Workshops rund um fairen Handel schärfen das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler

„Wir sind auf dem Weg, Fairtrade-Schule zu werden“, läutete Schulleiterin Angelika Seitzinger den Aktionstag in der Aula der DHS ein und begrüßte alle Anwesenden zu einem Tag, an dem es vor allem um die Frage gehen sollte: Wie konsumieren wir eigentlich? Dazu hatte die SMV unter Leitung von Stefan Lanz ein Expertenteam rund um den FairHandelsBerater Martin Lang eingeladen, das in fünf verschiedenen Workshops Themen zum fairen Handel mit den Schülerinnen und Schülern aufarbeitete. „Kritischer Konsum“, „Handy und Ressourcen“, „Faire Textilien“, „Fairer Handel konkret – Ideenwerkstatt für die DHS“ und „Teste deinen ökologischen Fußabdruck“ waren die Angebote, die zur Wahl standen.

Lena Biebl, Luis Kramer, Max Weiss und Klara Lenckefeld, die das Fairtrade-Team der DHS bilden, stellten vor Beginn der Workshops die Kriterien vor, die die Schule erfüllen muss, um den Titel „Fairtrade-School“ zu erhalten und als solche ausgezeichnet zu werden. Der Aktionstag ist ein solches Kriterium und eignet sich darüber hinaus gut, um den fairen Handel einer größeren Menge an Menschen zugänglich zu machen, sie zu mobilisieren, informieren und zu interessieren. Das schaffte Martin Lang besonders eindrücklich durch seine persönlichen Bildimpressionen und Erzählungen von Familien und insbesondere Kindern aus Südafrika, Palästina, Indien und den Philippinen, die von fairen Handelsbedingungen z.B. durch Schulbauten oder regelmäßige Einkünfte profitiert haben. Fairer Handel betrifft jedoch auch unsere Milch- und Obstbauern am Bodensee und in Oberschwaben, denn leider, so Martin Lang, sei nur 1 % von dem, was wir einkaufen, fair gehandelt, 99 % sind unfair – das merken alle Handelspartner weltweit!

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Generalprobe für die Bewerbungsphase

Bewerbungsplanspiel „Ready-Steady-Go“ bietet Schülerinnen und Schülern der zweijährigen Berufsfachschule Trainingsmöglichkeiten für den Einstieg in das Berufsleben

Kurz vor den Sommerferien noch einmal richtig Gas geben, sich Gedanken über die Zukunft machen, Informationen über potenzielle Arbeitgeber sammeln, Fragen vorbereiten, persönliche Unterlagen ordnen, den Lebenslauf aktualisieren. Wie wichtig eine gute Vorbereitung für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist, hat das Planspiel „Ready-Steady-Go“ den Schülerinnen und Schülern der Eingangsklasse der zweijährigen Berufsfachschule an der Droste-Hülshoff-Schule am vergangenen Donnerstag gezeigt.

Auch in diesem Jahr hatten die Klassen der Mittelstufe die wertvolle Chance, sich unter möglichst realistischen Bedingungen aber in vertrauter Umgebung im Bewerbungsgespräch zu üben. Mit ihrer im Deutsch- und DV-Unterricht gefertigten Bewerbungsmappe stellten sich die Schülerinnen und Schüler bei Fachleuten aus unterschiedlichen Ausbildungsbetrieben der Bodenseeregion vor. Begleitend waren auch beratende Organisationen wie die Agentur für Arbeit, das CJD und die IHK Bodensee-Oberschwaben vertreten. Am Ende eines Vorstellungsgesprächs einen der fiktiven Ausbildungsverträge zu erhalten, stelle für die Jugendlichen ein großes Lob dar und sei eine besondere Motivation für die bevorstehende Bewerbungsphase um einen Ausbildungsplatz, die für die meisten von ihnen schon kurz nach dieser „Generalprobe“ beginne, betonte Organisatorin Gabriele Veeser.

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