„Ein bisschen wie wir, aber auch anders“

Gastschülerinnen und –schüler aus Chile zum Austausch an der Droste-Hülshoff-Schule

Wenn man nach einem Synonym für „Austausch“ sucht, findet man unter anderem die Begriffe „Abwechslung“, „Neuorientierung“, „Entwicklung“ und „Vervollkommnung“. Und wer schon einmal an einem Austauschprogramm teilgenommen hat, ganz gleich, ob als Reisender oder als Gastgeber, der wird bestätigen können, dass ein bisschen von allem dabei ist, wenn man sich auf zu neuen Ufern macht oder bereit ist, neue Menschen in sein Leben zu lassen.

Zwischen der Deutschen Schule in Concepción (Chile) und der Droste-Hülshoff-Schule besteht seit zwei Jahren eine Kooperation, in deren Rahmen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, die Partnerschule zu besuchen und dort am Unterricht teilzunehmen. Sie leben in Gastfamilien, lernen den jeweiligen Schulalltag kennen, sammeln Erfahrungen über Land und Leute und erweitern ihre Sprachkenntnisse. Das Projekt wird hier an der Droste-Hülshoff-Schule von Dr. Sabrina Zehnder koordiniert und geleitet und von Julia Blanco sowie Schulleiterin Angelika Seitzinger in vielfältiger Form unterstützt. In diesem Jahr sind 3 Schülerinnen und 5 Schüler der Deutschen Schule Concepción nach Friedrichshafen gekommen und dürfen sich im August, der in Chile kein Ferienmonat ist, auf einen Gegenbesuch der deutschen Gastschülerinnen und-schüler freuen.

Diego Araya, der zusammen mit seiner Gastschwester Malena den Unterricht der SGG 11 besucht hat, hat seine Erfahrungen an der Droste-Hülshoff-Schule resümiert, indem er sagte: „Ich habe vor dem Austausch etwas ganz anderes von meinen deutschen Mitschülerinnen und Mitschülern erwartet, habe dann auf meiner Rundreise durch Deutschland gedacht, sie sind doch genau wie wir und weiß jetzt, sie sind irgendwo dazwischen – ein bisschen wie wir, aber auch anders.“ Wenn man das Andere im Gegenüber als so normal annehmen kann, wie Diego es tut, dann hat ein Austauschprogramm wohl sicher zur Persönlichkeitsentwicklung beigetragen. Und damit langfristig zur Verständigung von Menschen verschiedener Nationen

(Bericht: Katrin Nagel, Fotos: DHS)