Mehr Raum für gute Gespräche auf der
18. BerufsInfoBörse

Die landesweit größte Informationsveranstaltung zur Aus- und Weiterbildung an der Droste-Hülshoff-Schule präsentiert sich in neuem Format mit mehr Ausstellungsfläche.

75 Aussteller aus Handwerk, Handel, Industrie, Verwaltung, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen sowie soziale Einrichtungen aber auch die beruflichen Schulen des Bodenseekreises selbst stellten am Mittwoch zum 18. Mal interessierten Schülerinnen und Schülern, die sich über Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung informieren wollten, ihre Angebote vor. Neu war in diesem Jahr, dass die BIB als Kooperationsprojekt aller drei Schulen des Berufsschulzentrums organisiert war und somit nicht nur die Ausstellungsfläche erweitert und mehr Informationsangebote gemacht wurden, sondern auch der Besucherandrang deutlich entzerrt werden konnte. „Es ist buchstäblich mehr Raum für gute Gespräche entstanden“, erklärte Schulleiterin Angelika Seitzinger zufrieden. Die Organisatorinnen Kristina Rex und Diana Schneider sahen durch die Verteilung der Aussteller nach schulischen Schwerpunkten die Vielfalt der beruflichen Perspektiven besser abgebildet und hofften, dass die Besucherinnen und Besucher die Angebote aller drei Schulen wahrnehmen.
Ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm informierte über schulische Voraussetzungen, Ausbildungsinhalte, Abschlussprüfungen sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Berufszweigen. Die Vortragenden konnten mit Berichten aus der eigenen Berufspraxis bei der Zuhörerschaft Interesse wecken und standen für Fragen und Tipps bereit. Besonders intensive Gespräche ergaben sich für die Ratsuchenden mit Auszubildenden oder Studierenden an den Ständen der einzelnen Unternehmen und Einrichtungen – hier konnte man sich „auf Augenhöhe“ austauschen.
Christoph Ley vom Medizin Campus Bodensee rät genauso wie Annette Leschinski von der ZF Friedrichshafen AG dazu, sich mit vorbereitenden Praktika einen Überblick über anvisierte Berufsfelder zu verschaffen. „Ma muss g’sattlt sei!“, ist Christoph Leys Motto. Debby Keßeler vom Wohlfahrtswerk sieht das genauso und hält das FSJ für „eine ideale Möglichkeit, einen Beruf auszuprobieren.“ Wer erleben möchte, wie Uni funktioniert, kann das im Rahmen des neuen „Kompass-Studiums“ ein Semester lang an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen testen. Auch gibt es dort die Möglichkeit, „Schnuppertage“ individuell zu vereinbaren.


Sich aus diesem reichhaltigen Angebot die passenden Informationen herauszusuchen, kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Julius, Levin, Simon und Phillip aus der Klasse 8a der Bodensee-Schule waren deshalb bestens vorbereitet mit einem Fragebogen unterwegs und auf der Suche nach Infomaterial aus den Bereichen Mechatronik und kaufmännische Berufe. Lisa aus dem BKP 2 denkt darüber nach, Physiotherapeutin zu werden und hat sich einen Flyer für weitere Informationen mitgenommen. Kristina und Emna, die sich für „Soziale Arbeit“ und „Public Management“ interessieren, haben sich am Stand des Landratsamtes über ein Duales Studium informiert und finden an der BIB so hilfreich, „dass man Einblicke in so viele unterschiedliche Bereiche bekommt und die Menschen von ihren Erfahrungen berichten. Das motiviert total.“ Das tut auch unsere Schulsprecherin Lena Biebl, wenn sie am Stand des Fairtrade Schul-Teams mit viel Überzeugung für Nachhaltigkeit und fairen Handel sensibilisieren möchte – ein Beispiel dafür, wie sich junge Menschen Gedanken über die Gestaltung ihrer Zukunft machen.

(Bericht & Fotos: Katrin Nagel, DHS)