„Das Leben ist der Fundus, aus dem Geschichten entstehen“

Peter Stamm-Lesung in der Aula der Droste-Hülshoff-Schule sorgt für Einblicke in das Leben eines Autors

Agnes, der Debütroman des Schweizer Autors Peter Stamm, ist in Baden-Württemberg verbindliche Lektüre für das Deutsch-Abitur. Was passiert mit einem literarischen Werk, wenn es zur Pflichtlektüre in der Schule wird? Wie ergeht es den Beteiligten damit? Welches pädagogische Interesse steht dahinter? Wird Agnes in der Schule feierlich beigesetzt im Kanon der sogenannten Klassiker oder, im Gegenteil,  besonders lebendig unter den Augen junger Leserinnen und Leser?

Wann hat man schon mal die Gelegenheit, über diese und ähnliche Fragen mit dem Autor persönlich ins Gespräch zu kommen? Nachdem Peter Stamm bei seinem Besuch an der Droste-Hülshoff-Schule am vergangenen Mittwochabend aus den Anfangskapiteln seines Romans gelesen hatte, kamen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und 12 sowie alle Literaturbegeisterten, die sich für diese besondere Begegnung Zeit genommen hatten, mit all ihren Fragen zum Zug. Von den Quellen seiner Inspiration über Qualitätskriterien für gelungene Texte bis hin zum persönlichen Werdegang als Autor, aber auch Fragen nach dem Alltag eines Schriftstellers, seinen Perspektiven fürs Älterwerden und natürlich dem Lieblingsbuch aus der eigenen Feder – alles war interessant und wurde ausführlich und mit großer Offenheit von Peter Stamm beantwortet. Auch, was er speziell zu seinem Roman Agnes zu sagen hatte, dürfte nicht nur für die angehenden Prüflinge von Relevanz gewesen sein; die Fragen aus dem Publikum waren vielschichtig und divers und jede Antwort des Autors hat neue Denkprozesse in Gang gesetzt und den Diskurs lebendig, humorvoll und abwechslungsreich gemacht. Mit einem Augenzwinkern antwortete Peter Stamm beispielsweise auf eine Frage, der erste Satz von Agnes sei schnell geschrieben gewesen, insbesondere, weil er nur drei Worte beinhaltet – allerdings habe er eine lange „Inkubationszeit“ gehabt!

Die Autorenlesung gehörte zu einer Reihe von Veranstaltungen, die der Förderverein der Droste-Hülshoff-Schule initiiert, um die Gemeinschaft aller am Schulleben Beteiligten und Interessierten auch über kulturelle Highlights zusammenzuführen und  zusammenzuhalten. Wir sagen Danke für einen stimmungsvollen, literarischen Abend mit spannenden Einblicken in das Schaffen und Wirken von Peter Stamm.

(Bericht und Fotos: Katrin Nagel)

American Folk-Rock an der Droste-Hülshoff-Schule

The Sweet Remains begeistern mit Gitarre, Bass, Cajon und dem Sound ihrer Stimmen das Publikum in der Aula der DHS

“A great night. I’d actually like to add more schools to the tour. I feel the energy of the mixed crowd and partying in the teachers’ lounge makes me feel like a rebel.”, schreibt Brian Chartrand als Resümee von Tag 9 in den Blog seines Online-Tagebuchs zu “The Crumble Tour- Spring 2017”, die das Trio aus den Vereinigten Staaten durch Deutschland, die Schweiz und die Niederlande geführt hat.

Ein großartiger Abend – das fanden wir auch. Wir, das sind zuvorderst die Klasse SGG 12, die das Event organisiert und ausgerichtet hat. Aber auch der Förderverein der Schule, der als Veranstalter das Konzert initiiert hat. Und ADHS, die großartige Schulband, die als 11-köpfige Vorgruppe mit ihren selbstgeschriebenen Songs (3 davon aus der kreativen Feder von Leonie Jantzer!) von “Momma Won’t Let Me Out“ bis “Head Held High“ (den diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten gewidmet) einen mehr als rockigen Auftakt für die Sweet Remains geboten hat. Sicher auch unser unermüdlicher Hausmeister Frank Eggers, der sich als veritabler Sound&Light Manager erwiesen hat. Und nicht zuletzt das Publikum, ein Mix aus Teens, ihren Eltern, Lehrkräften und einigen anderen Musikbegeisterten, die sich allesamt den Start in die mildere Jahreszeit mit Singer-Songwriter-Sounds in der Tradition von Crosby, Stills & Nash versüßen konnten.

Der Abend in der DHS mit Brian Chartrand (Gitarre/Vocals), Peter Day (Bass/Vocals) und Jeff Vallone (Percussion/Vocals) hat ein hochkarätiges Programm geboten: satte akustische Klänge, vorgetragen mit viel Können und gespickt mit Humor und Erzählungen, bisweilen in lupenreinem, akzentfreiem Deutsch. Brians persönliches After-Show-Versprechen lautet, dass das Trio an einem Song arbeiten wird, der den zungenbrecherischen Städtenamen “Friedrichshafen“ beinhaltet – wir dürfen gespannt sein … “You are so damned likeable, boys! Thank you for a great night!“

(Bericht: Katrin Nagel / Foto: Emma Nagel)

Fasnet an d’Droschte

Unter dem Motto „Kindheitshelden“ feierten die Schüler und Lehrer der Droste-Hülshoff-Schule Friedrichshafen am Gumpigen Donnerstag die diesjährige Schulfasnet und zeitgleich auch die große Premiere des von der Schulband komponierten Songs „Dorsch Clooney“.

Nach dem traditionellen Schüler-Lehrer-Frühstück, bei dem die Schüler der 13. Klassen von den Lehrern bewirtet wurden und der anschließenden Schülerbefreiung durch die Abiturienten, eröffnete die Sportgruppe mit einer Tanzvorführung das umfangreiche Programm.

Programmpunkte waren u.a. ein ebenfalls von Schülern organisierter Kostümwettbewerb, bei dem das Publikum per Applaus die Sieger unter den Schülern und Lehrern kürte, welche sich nun über einen der vielen Preise freuen dürfen. Im Anschluss daran standen sich beim großen Kindheitshelden-Quiz Schüler und Lehrer erneut gegenüber. Mit ihrem traditionellen Lehrerprogramm konnten die Lehrer auch in diesem Jahr überraschen, was die Schüler mit begeistertem Applaus honorierten.

Den Höhepunkt jedoch stellte in diesem Jahr zweifellos das Programm der Schulband ADHS (Amazing Droste-Hülshoff-Schulband) dar, die mit der Premiere ihres selbst komponierten Songs „Dorsch Clooney“ für großartige Stimmung sorgte. Weitere Titel, ob aus den Bereichen Pop, Rock oder Mundart sorgten ebenfalls für gute Laune und ausgelassene Fasnetstimmung, so dass sich die Schüler und Lehrer der „Droschte“ entspannt und gut gelaunt in die Fasnetsferien verabschieden konnten.

(Bericht und Foto: Hannah Brock, DHS, BTG 13)

Fasnet mal ganz interkulturell

Die EG 11 nimmt die VABO 1 in einem Fasnet-Patenprojekt mit auf eine Reise in die närrische Zeit

Die EG11 mit Frau Degen und die VABO 1 mit Frau Aleksieva sind seit Anfang des Schuljahres Patenklassen.

In diesem Rahmen gab es bereits eine Kennenlernaktion zum Auftakt, eine gemeinsame Sportstunde mit den Sportlehrern und eine Weihnachtsfeier. Außerdem unterstützen einige Schülerinnen der EG11 Schüler der VABO1 beim Deutschlernen in der Mittagspause jeweils dienstags.

Das Ziel dieser Patenaktionen ist es, Berührungsängste abzubauen, sich gegenseitig besser kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir unterstützen dadurch die Integration unserer VABO-Schüler ins Schulleben und in unsere Gesellschaft und die Schüler der Regelklassen profitieren durch viele interessante Erfahrungen. Die Jugendlichen merken, dass sie trotz der unterschiedlichen Herkunft sehr viele Gemeinsamkeiten haben.

Am Dienstag vor dem Gumpigen Donnerstag haben wir uns getroffen und einige Aktionen rund um das Thema „Fasnet“ auf die Beine gestellt.

Schüler der EG11 haben die Stunde mit Frau Bader gemeinsam vorbereitet. Es gab ein Quiz, das in gemischten Kleingruppen gelöst werden sollte. Eine Schülerin, die in der Fasnet aktiv ist, hat ihr Hexen-Häs mitgebracht und vorgestellt. Außerdem haben Schülerinnen Fotos von verschiedenen Häsern mitgebracht sowie original Fasnet-Musik von Umzugskapellen und Lumpenkapellen. Als typisches Fasnetgebäck gab es dazu „Berliner“, die von manchen VABO-Schülern erst kritisch beäugt, aber dann mit großem Appetit verspeist wurden.

Zum Schluss haben unsere Schüler aus den afrikanischen Ländern erzählt, dass Masken in ihrer Heimat eine große Tradition haben. Es gibt sehr viele verschiedene Masken und Verkleidungen, die nicht nur zu rituellen Zwecken verwendet werden sondern auch zu Feierlichkeiten oder Masken-Festivals.

Es war eine interessante und kurzweilige Stunde! Danke an alle, die mit vorbereitet haben.

(Bericht: Andrea Bader / Fotos: Katrin Nagel)